Ticketverlosung 32C3

Wir geben hiermit die Gewinner der letzten 500 Tickets unseres Kontingents bekannt:

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Wir wären zwar gerne in der Lage, noch ein paar hundert oder gar 2.000 Hacker mehr in das überfüllte CCH zu lassen. De facto haben wir nur ein einziges Ticket übrig gehabt und erfolgreich an @lubiana vermittelt – ohne Profit daraus zu schlagen! Aber was ist eigentlich passiert?

In Berlin zog eine Firma Aufsehen und Ärger auf sich, indem sie streng kontingentierte Wartetickets für das Bürgerbüro reservierte und teuer verkaufte.

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Als Satire veröffentlichten wir:

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Innerhalb der ersten Stunden dümpelte der Tweet mit ein paar Favs und Retweets wie erwartet herum. Nichts außergewöhnliches. Außerdem dauerte es nicht lange, bis erster berechtigter Zweifel auftauchte.

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In den darauffolgenden Stunden eskalierte das Ganze aber ein wenig. Schützenhilfe erhielten wir aus für gewöhnlich gut informierten Kreisen: Retweets von aktiven Organisatoren einerseits und freundlichen Mitmenschen mit gewisser Reichweite andererseits führten zu unzählige Anfragen, ob wir wirklich Tickets hätten.

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Motiviert durch unzählige DMs von „Verplanern“ haben wir uns gefragt: was würde eigentlich passieren, wenn wir unseren eigenen „Ticketshop“ aufsetzen und dort ohne Nachweis unserer Seriösität Benutzerdaten abfragen. «Eigenes „Ticketsystem“ entwickeln? Lohnt sich nicht.», dachten wir. Ganz quick’n’dirty entwarfen wir ein einfaches Google Form – im Glauben, dass darauf sowieso nur ein paar Trolle oder Bots antworten würden.

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Nur leichte Wellen schlug unsere Aktion auch auf den internen Kommunikationsmedien des CCC. Dort wurde schon schnell aufgeklärt, dass kein Grund zur Beunruhigung besteht. Zum Teil wurde sie als schlimmstes Cyberverbrechen bezeichnet, da wir ja gefälschte Tickets verkaufen würden.

Währenddessen auf Twitter:

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Wir hätten nie mit soviel Interesse an unserer „Ticketlotterie“ gerechnet. Innerhalb von weniger als 24h erreichten uns über 70 (größtenteils echte) Anmeldungen. Einige der Menschen, die dieses Jahr kein Tickets ergattern konnten, schrieben Begründungen, die uns wirklich nahe gingen und die wir euch nicht vorenthalten wollen:

Ich habe mich Dank der Chaospaten zum ersten Mal auf den Congress getraut. Ich bin technisch gesehen ein Greenhorn und verstehe viele Talks gar nicht. Trotzdem wurde ich von allen dort sehr positiv aufgenommen. Ich war überwältigt, habe sofort meine Engelspflichten erfüllt und die Veranstaltung als neuen Lieblingsort entdeckt. Ich möchte auch dieses Jahr wieder Teil dieser Community sein.


ich bin 48 und erhöhe den altersdurchschnitt.


I would so much love to go to the CCC this year, as it would be my first time and first year I am able to go. I work in brussels and lobby for digital rights and my experience is, that there are not enough female vibes within the area of digitalisation and tech stuff. It is so necessary to increase the number of female participants within this sphere and therefore I hope to be able to go to Hamburg this year, meet nice people, enlarge my knowledge and help building a female network 🙂


Verfolge den Kongress nun schon seit einigen Jahren, in Form von hochgeladenen Videos und Blogeinträgen. Leider hatte ich bis dieses Jahr nicht die finanziellen Mittel um diesen wahrzunehmen. Und dann waren die Tickets so schnell weg 🙁


Ohne Krautchan kein CCC. Ende aus. Heil Bernd.


What to participate onsite in the CTF, all my friends are there!!!


Bin süß!

So gerne wir diesen Menschen helfen wuerden, koennen wir auch nur auf den TicketExchange im 32C3-Wiki verweisen. Falls ihr ein Ticket habt, das ihr nicht benötigt, bitte versucht es wirklich einer Person zukommen zu lassen, die noch eins braucht!

Außerdem wollen wir nochmal an euch, insbesondere an den Teil von euch, die unser Formular nutzten, appellieren: Tragt eure persönlichen Daten, nur weil irgendjemand sagt, dass es was (für OVP + 10€) geschenkt gibt, nicht in irgendwelche Formulare ein. Gerade im Umfeld eines Kongresses wie diesem, könnten noch ganz andere Leute daran interessiert sein, zu erfahren, wer denn da so hinkommt.

Desweiteren wünschen wir uns, dass ihr uns im kommenden Jahr nicht moralisch zu unterbieten versucht, indem ihr nach unserem Vorbild Kontingente verkauft und so Profit aus der Raumnot zu schlagen versucht.

Dieses Blog hat nämlich das Ziel, die Medienkompetenz der Leser zu steigern. Gelegentlich packe ich sogar einen handfesten Hoax oder eine Satire zwischen die anderen Meldungen und schreibe das auch nicht dran. —Felix von Leitner, Institut für verteiltes Echtzeit-Java

Please don’t kill us more than necessary. #yolo

English summary:
It was a hoax. Please don’t kill us more than necessary. #yolo

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